Symbolik der Ostereier

Ob klein oder groß, Hühnereier, Gänseeier, Schokoladeneier oder Eier aus Porzellan - das Osterei gibt es in allen möglichen Farben, Formen und Verzierungen. Von daher wird es gerne als Motiv für bunte Osterkarten mit Ostereiern verwendet. Der bekannteste Brauch an Ostern ist es, gefärbte Eier zu verschenken und zu essen.

 

 

 

 

Osterkarten mit Ostersymbolen

Im Christentum wurde das Ei zum Symbol für die Auferstehung Jesu Christi. Von außen wirkt es kalt und tot, doch aus seinem Inneren erwächst neues Leben. Somit stand das Ei symbolisch für das Grab in Jerusalem, aus dem Jesus Christus am Ostermorgen von den Toten auferstanden ist. Weite Verbreitung in der Bevölkerung fand diese Vorstellung durch Merksprüche wie diesen: "Wie der Vogel aus dem Ei gekrochen, hat Jesus das Grab zerbrochen." Bereits im 4. Jahrhundert waren Eier Grabbeigaben in römisch-germanischen Gräbern. Schon in der Urchristenzeit galt das Ei als Symbol der Auferstehung.

 

Gefärbte Eier sind seit jeher ein internationales Ostersymbol. In Russland schreibt man in Kirchen geweihten Eiern magische Fähigkeiten zu. Sie sollen die Ernte gegen den Hagel, das Vieh gegen Krankheiten und das Haus gegen böse Geister schützen. Ein im Fundament eingelegtes Osterei soll den Hausbesitzern Glück und Wohlstand bringen. Übers Gesicht gerollte Ostereier sollen sogar junges Aussehen verleihen. Kein Wunder also, dass man früher geweihte und gefärbte Ostereier als Glücksbringer ein ganzes Jahr lang behielt.

Warum werden Eier an Ostern gefärbt?

In der christlichen Literatur des 13. Jahrhundert werden gefärbte rote Eier das erste Mal erwähnt. Rot gilt als traditionelle Farbe für Ostereier - als Farbe des Lebens, der Freude und auch als Symbol für das Blut Christi. Mehrfarbige Eier werden erst circa 400 Jahre später beurkundet. Die tatsächlichen Gründe fürs Eierfärben wurden jedoch nicht überliefert. So entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte zwei Theorien.

Zum einen heißt es, dass aufgrund der Tatsache, dass während der Fastenzeit keine Eier gegessen werden durften, die gelegten Eier haltbar gemacht werden mussten um nicht zu verfaulen. Deshalb wurden die Eier gekocht und dem Kochwasser wurden Pflanzenteile zum Färben beigegeben. So konnte man die gekochten von den rohen Eiern unterscheiden.

Weiterhin heißt es, dass die rot gefärbten Eier, welche das Blut Jesu symbolisieren und als Zeichen der Wiedergeburt und des Lebens stehen, gefärbt wurden, um geweihte von ungeweihten Eiern zu unterscheiden. Da bis zum Ostersonntag keine Eier gegessen werden durften, sammelten sich viele Eier an. Im Mittelalter lieferten Bauern einen Teil der Eier als Naturalzins bei ihren Lehnsherren ab. Die restlichen gefärbten Eier erhielten in der Kirche den Eiersegen "benedictio ovorum".

Die heute zum Färben genutzten Farben haben in einigen Regionen folgende Bedeutungen:

* Rot symbolisiert den Opfertod Christi
* Gelb steht für den Wunsch nach Erleuchtung und Weisheit
* Weiß ist die Farbe der Reinheit
* Grün steht für Jugend und Unschuld
* Orange für Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz

Heute gibt es viele verschiedene Techniken, Eier zu verzieren. Mit Pflanzen- oder Abtönfarben zum Beispiel können die Eier gefärbt werden.