Osterbriefpapier

Der Osterhase ist seit Jahrhunderten ein Fruchtbarkeitssymbol, denn er ist eines der ersten Tiere, die im Frühling Nachwuchs bekommen. Der kleine süße Hasennachwuchs wird deshalb gerne als Motiv für bunte Osterkarten mit Osterhasen verwendet. Auch galt der Hase im Zeitraum 565 bis 1453, als Byzanz das zweite christliche Zentrum der Welt war, als Symbol für Christus.

 

 

 

Osterkarten mit Ostersymbolen

Als Eierlieferant ist der Osterhase bis ins 19. Jahrhundert in vielen Regionen Deutschlands unbekannt. Wie auch beim Weihnachtsmann verhalf die Süßwarenindustrie dem Osterhasen zur heutigen Bekanntheit. Erstmals wurde der Osterhase allerdings im 17. Jahrhundert von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor, erwähnt. Er schrieb eine Abhandlung über den Osterbrauch im Elsass und über deren gesundheitlichen Folgen des übermäßigen Eierverzehrs.

Dennoch sind bis heute die tatsächlichen Ursprünge des Hasen in Verbindung mit Ostern und des Versteckens der Ostereier durch den Osterhasen unklar. So bringen doch in manchen Gegenden und Ländern statt dem Osterhasen andere Tiere die Ostereier. In Tirol sind es beispielsweise die Hühner selbst, in der Schweiz bringt sie der Kuckuck oder die Störche. Aber sind wir doch ehrlich, der Osterhase ist bei weitem die niedlichste Variante des Ostereierversteckers.

So existieren weiterhin allerlei Vermutungen über die Verbindung von Ostern mit dem Osterhasen. Im Mittelalter galt der Hase z.B. bereits als Symbol für die Auferstehung. Auch findet Ostern jährlich immer am ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn statt und der Hase gilt als Mondtier. Im Christentum jedoch führt man die Symbolik des Osterhasen auf das Dreihasenbild auf den früheren Ostereiern zurück. Auch ein missglücktes gebackenes oder auch gemaltes Osterlamm, welcher eher einem Hasen glich, wird in Erwägung gezogen. Eine weitere Erklärung begründet sich darin, dass Protestanten den Osterhasen erfunden hätten, um ihren Kindern den Eierüberschuss durch die Fastenzeit zu erklären.

Dies sind jedoch nicht die einzigen fragwürdigen Überlieferungen zum Osterhasen. Auch die Frage, wie der Osterhase zu den Ostereiern kommt wirft wiederum zahlreiche Hypothesen auf. Der Hase ist, wie bereits erwähnt, eines der ersten Tiere, welches im Frühjahr Nachwuchs bekommt. Somit zählt er genau wie das Osterei als Symbol für Fruchtbarkeit. Auf Futtersuche kommt der Hase, obwohl er eher ein scheues Tier ist, in die Dörfer und Gärten. Aufgrund seines ungewöhnlichen Verhaltens und das hin und her hoppeln, wird im gleichzeitig das Verstecken der Ostereier angedichtet. Die fundierteste Begründung besteht jedoch darin, dass am Gründonnerstag, dem Zahlungs- und Zinstermin für Schulden, mit Eiern und Hasen gezahlt wurde.