Die symbolische Bedeutung des Osterlamms

Das Lamm ist eines der bekanntesten Ostersymbole. Es steht für die unschuldige Hingabe, für das Sterben Jesu am Kreuz. So verwundert es nicht, dass es gerne als Motiv für Osterkarten mit Osterlämmern verwendet wird. Bereits in der Antike waren junge Schafe klassische Opfertiere. Im Alten Testament gibt Gott Mose genaue Anweisungen, wie Opferlämmer zu töten sind. Im Judentum wird zum Passahfest, das im Frühling zum Gedenken an den Auszug aus Ägypten gefeiert wird, häufig ein Lamm geschlachtet. Auch im christlichen Altertum legte man zu Ostern Lammfleisch unter den Altar. Es wurde geweiht und am Ostersonntag, dem Auferstehungstag, als erste Speise verzehrt.

 

Osterkarten mit Ostersymbolen

Mit seinem weißen wuscheligen Fell ist das Lamm Symbol für Reinheit und Frieden und soll die Menschen dazu aufrufen, ein friedliches Leben zu führen. Das Lamm Gottes (Agnus Dei), steht für die Auferstehung Jesu Christi. Denn laut den Evangelien wurden die Passah-Lämmer geschlachtet, als die Kreuzigung Jesu stattfand beziehungsweise als das Abendmahl gefeiert wurde.

Das Osterlamm ist somit bereits seit frühester Christenheit als Symbol für Jesus Christus verwendet worden. Die Verletzlichkeit und die Unschuld des kleinen weißen Lämmchens stehen stellvertretend für den verletzten, gequälten Jesus, der letztendlich getötet wird. Das weiße Fell steht als Synonym für innere Reinheit und Frömmigkeit. Im übertragenen Sinn wird Jesus Christus auch heute noch als Lamm Gottes bezeichnet. Besonders im Johannes Evangelium wird die Bedeutung des Lamms klar hervorgehoben. Hier heißt es: "Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt“. Und der Prophet Jesaja sagt über den Messias voraus: "Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird.“

Heutzutage ist der ursprüngliche Brauch des Opfertieres in unseren Breiten kaum noch anzutreffen. Stattdessen wird ein gebackenes Osterlamm verzerrt. Traditionell erfolgt das Backen am Gründonnerstag und wird neben Eiern, Wurst und Fleisch in der Kirche geweiht und ist fester Bestandteil des Osterfrühstücks.