Bedeutung der Ostersymbole auf Osterkarten

Im Laufe der Epochen etablierten sich verschiedene Symbole rund um das Osterfest. Einige von Ihnen gibt es bereits seit vielen hundert Jahren, andere entstanden im Laufe der geschichtlichen Entwicklung.

Wie der Tannenbaum, der Adventskalender und der Adventskranz zu Weihnachten gehören, so sind heutzutage Ostereier, Osterhase und Osterlamm auch an Ostern nicht mehr wegzudenken. All diese Ostersymbole zieren bunte Osterkarten und Osterbriefe, doch Ihre Bedeutung ist heutzutage kaum noch bekannt.

 

Osterkarten mit Ostersymbolen

Als Wichtigstes aller christlichen Feste ist das Osterfest so reich an Symbolik wie kein anderes. Im Kirchenraum wird die Fastenzeit mit der Verhüllung der Kreuze verdeutlicht zum „Fasten für die Augen“. Die Fußwaschung am Gründonnerstag, die Kreuzverehrung am Karfreitag und die Öffnung des „Heiligen Grabes“ mit der Grablegung sind nur ein paar der österlichen Rituale.

Die wichtigsten Ostersymbole sind nicht wie zu vermuten der Osterhase, als Fruchtbarkeitssymbol, und das Osterei, für die Auferstehung Jesu Christi. In der Symbolik, welche sich an die Feier des Osterfestes anknüpft, nimmt das Osterlamm die erste Stelle ein. Es ist das alte Opferlamm, welches die Juden bei ihrem Auszug aus Ägypten schlachteten und aßen. Im Christentum steht es für die unschuldige Hingabe und für das Sterben Jesu am Kreuz.

Als großes Lichtfest, von dem an die Tage zunehmen und die Frühlings- und Sommerzeit beginnt, wird das Osterfest gefeiert. Die Ostersonne, als Sinnbild Christi, spiegelt sich im Osterfeuer, dem Osterlicht, der Osterkerze sowie dem Osteröl wieder. Bis heute wird in vielen Städten und Gemeinden ein großes Osterfeuer entfacht. In einigen Regionen ist es immer noch Brauch darüber zu springen, das Vieh hindurch zu treiben oder mit brennenden Holzstücken um die Saatfelder zu wandern. Mit diesen Ritualen soll das Hab und Gut geweiht und vor Schaden behütet werden.

Kaum wegzudenken ist aus der Ostersymbolik das Osterei. Genau wie der Osterfladen vermittelt seine runde Gestalt die Sinnbilder des Erdenrundes und der mit Ostern beginnenden Erdfruchtbarkeit. Das Osterei nimmt dabei eine besondere Stellung ein, ist es zunächst Sinnbild für das verschlossene Grab von Jesu und symbolisiert mit der Zerschlagung der Eierschale die Auferstehung.

Ostern ist das christlichste Fest schlechthin. Dennoch ist es möglich, seine Ostergrüße neutral und schlicht zu gestalten und z.B. als Frühlingsgruß zu versenden. Wer zu Ostern nicht die Auferstehung von Jesus feiert, der sieht Ostern als ein Frühlingsfest. Gefeiert werden die Rückkehr des Lichtes und einhergehend damit die Hoffnung, das neue Leben und die Freude über die aufblühende Natur. Typische christliche Ostersymbole, wie der Osterhase oder das Osterei, gehören zum Frühlingsbrauchtum ebenso wie zum christlichen Osterfest.