Weihnachtsbrief mit persönlicher AnredeJeder freut sich über eine besondere Weihnachtskarte zur Weihnachtszeit oder zum Jahreswechsel, denn gegen nette Grüße für Kunden, Geschäftspartner und Kollegen ist nie etwas einzuwenden. Jedoch sollten einige länderspezifische Regeln beachtet werden, damit die gutgemeinten Grüße auch die richtige Wirkung erzielen. Das Fest geht zwar weltweit auf dieselben christlichen Wurzeln zurück, wird aber in den USA, Australien, Europa oder Russland mit anderen Bräuchen gefeiert. Und wie verhält es sich mit Grüßen in Länder in denen hauptsächlich andere Religionen wie der Islam, das Judentum, der Buddhismus oder der Hinduismus überwiegen? Wie formuliert man seine Weihnachtsgrüße geschickt, wenn man nicht weiß, welcher Religion der Empfänger angehört? Wer einige Tipps beachtet, liegt mit seinen Grüßen immer genau richtig.

 

Weihnachtskarte mit Goldfolienprägung

Diese Tipps gelten sowohl für Weihnachtskarten als auch für Weihnachtsbriefe. Die Wahl, welche der beiden Varianten Sie bevorzugen, ist eher von der persönlichen Vorliebe oder vom zu übermittelnden Grußtext abhängig.

 

 

 

Neujahrsgrüße in alle Welt

In den meisten Ländern Asiens, vielen Ländern Afrikas sowie dem Nahen und Mittleren Osten stellen Christen nur eine Minderheit der Bevölkerung dar. Hier wird demnach auch nur von wenigen Menschen Weihnachten gefeiert. In einigen Ländern ist Weihnachten auch gänzlich unbekannt. Dennoch kann die Gelegenheit genutzt werden, neutrale Neujahrsgrüße zu senden und die Geschäftspartner darauf hinzuweisen, dass das eigene Unternehmen bis Anfang Januar wegen der Ferien nicht zu erreichen sein wird. Von Geschenken ist eher abzusehen, ebenso auch von christlich geprägten Wünschen oder Symbolen. Die einzige Ausnahme stellen die Philippinen dar. Für die überwiegend katholische Bevölkerung haben die christlichen Werte eine große Bedeutung. Hier darf man also getrost auch „Gesegnete Weihnachten“ wünschen.

Winterwünsche in den USA

Amerika ist als Einwanderernation von vielen verschiedenen Kulturen, Nationalitäten und Religionen geprägt. Auch wenn sie alle gemeinsam die Winterzeit bunt und auffällig, mit vielerlei Deko und Lichterketten, mit Santa Claus und seinem Rentierschlitten zelebrieren, bedeutet dies noch lange nicht, dass auch alle Amerikaner Weihnachten feiern. Etwa zur selben Zeit finden beispielsweise auch das jüdische Hanukkah-Fest oder das nichtreligiöse Kwanzaa-Fest statt, das von vielen Afroamerikanern gefeiert wird. In den USA wird besonders auch in der Geschäftswelt großer Wert auf politische Korrektheit gelegt. Man verschickt dort zur Weihnachtszeit sogenannte „Season Greetings“ und wünscht schöne Ferien oder einen guten Jahreswechsel. Statt „Merry Christmas“ ist in den USA deshalb „Happy Holidays“ weit verbreitet.

Das richtige Timing

Russisch-orthodoxe Christen feiern Weihnachten erst am 6. und 7. Januar, da sie sich nach dem älteren julianischen Kalender richten. Nachdem das Weihnachtsfest jahrzehntelang überhaupt nicht gefeiert wurde und alle religiösen Bräuche verboten waren, haben sich in der Sowjetunion Ersatzbräuche wie beispielsweise der Besuch von Väterchen Frost mit der Geschenkeübergabe in der Silvesternacht etabliert. Seit dem Zerfall der Sowjetunion wird nun wieder beides gefeiert, Silvester und Weihnachten am 6. und 7. Januar. Die Weihnachtsgrüße müssten der richtigen Reihenfolge nach also erst nach den Neujahrsgrüßen ankommen, wobei die Geschenke auch schon zu Silvester übergeben werden können.

Vorsicht bei Fremdsprachen

Die gut gemeinte und persönliche Geste, Weihnachtsgrüße in der Sprache des Empfängers zu verfassen, kann schnell den gewünschten Effekt verfehlen. Rechtschreib- oder Übersetzungsfehler können dabei besonders schnell bei anderen Schriftsystemen auftreten. Wenn Sie sich nicht absolut sicher sind, dass die von Ihnen verschickte Botschaft sowohl sprachlich als auch inhaltlich korrekt ist, nutzen Sie besser die gemeinsame Geschäftssprache. Wer Glückwünsche dennoch in fremden Sprachen versenden möchte, sollte nicht auf automatische Übersetzungsprogamme setzen, sondern besser einen professionellen Übersetzer beauftragen. So können Sie sicher sein, dass Sie auch die richtige Botschaft senden.

Weitere Hinweise zum Umgang mit Weihnachten in anderen Ländern finden Sie im Artikel „Christmas around the world: Auf Unterschiede achten“.