Alle Jahre wieder... beginnt spätestens Anfang Dezember die Suche nach den passenden Weihnachtsgeschenken für Mitarbeiter und Kunden. Worüber freuen sich Geschäftskunden wirklich? Was kommt besser an – leckere Naschereien, sinnvolle Tools für den Büroalltag oder einfach schöne Dinge? Sollen Geschenke neutral, gebrandet oder personalisiert sein? Welche Fettnäpfchen sollte man unbedingt vermeiden? Wie viel darf das Geschenk kosten? Fragen über Fragen, die sich aber mit ein wenig Kreativität, Zeit und Spaß am Schenken schnell beantworten lassen..

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Nach aktuellen Statistiken zu „Beliebte Weihnachtsgeschenke in Deutschland“ verschenken die Deutschen zu Weihnachten am liebsten Geschenkgutscheine. Wenn auch nicht der kreativste Weg, ist man damit aber immer auf der sicheren Seite, denn der Empfänger kann sich das passende Geschenk selbst aussuchen. Im Ranking folgen Bücher, Kosmetikprodukte, Schmuck und Kulturveranstaltungen. Für die Geschäftswelt sind diese allgemeinen Angaben über das private Geschenkverhalten jedoch kaum anwendbar. Hier gelten andere rechtliche und steuerliche Voraussetzungen für Weihnachtsgeschenke sowie Richtlinien und eine Business-Etikette, die es einzuhalten gilt.

 

Unpassende geschäftliche Weihnachtspräsente

Geldgeschenke sind bei Geschäftskunden und -partnern ein absoluter Fauxpas, ganz davon abgesehen, dass eine Schenkung steuerlich und rechtlich problematisch ist und schnell den Verdacht der Bestechung auslöst. Auch Gutscheine – die etwas feinfühligere Art des Geldgeschenks – zu überreichen, ist nicht die kreativste Art, besonders wenn es sich um Gutscheine für Produkte oder Leistungen aus dem eigenen Hause handelt. Kosmetikprodukte könnten das Gegenüber verunsichern und eine Botschaft mit Hintergedanken vermuten lassen. Schmuck zu schenken, setzt voraus, den Empfänger und dessen Geschmack sehr gut zu kennen. Die persönlichen Vorlieben des Einzelnen können hier extrem weit auseinander liegen, so dass es fast schon einer Lotterie gleicht, zufällig ins Schwarze zu treffen. Ähnlich verhält es sich auch mit den Veranstaltungstickets. Alle drei Beispiele überschreiten zudem auch die Grenze vom Beruflichen zum Privaten und sollten deshalb nur in besonderen Ausnahmefällen geschenkt werden.

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Passende geschäftliche Weihnachtspräsente

Sinnvolle Dinge, die den Beschenkten im Arbeitsalltag begleiten, sind immer gern gesehene und unverfängliche Geschenke: Ein schicker Taschenkalender, ein hochwertiger Kugelschreiber, ein USB Stick mit großer Speicherkapazität oder ein externes Akkuladegerät. Je hochwertiger das Produkt, je sensibler das Branding, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass diese Bürohelferlein – allein durch ihren Nutzwert – eine lange Zeitspanne im wirklichen Gebrauch bleiben. Viele dieser kleinen Bürogegenstände lassen sich mittlerweile auch für kleines Geld personalisieren – der Name des Empfängers wird beispielsweise in das Cover des Taschenkalenders geprägt oder auf den USB Stick gedruckt.

 

Die Besonderheiten bei geschäftlichen Weihnachtspräsenten

Der Wert des Geschenks sollte nicht zu hoch liegen. Zum einen gibt es hier bei vielen Branchen und Firmen einen vorgegeben Verhaltenskodex mit Grenzwerten, den sogenannten Compliance-Richtlinien, innerhalb derer ein Geschenk noch als kleine Aufmerksamkeit gilt. Zum anderen besagt § 299 StGB, dass bei einem beruflichen Verhältnis keine Geschenke angenommen werden dürfen, die den Verdacht einer erwarteten Gegenleistung erwecken könnten. Bei vielen Firmen liegt diese Grenze etwa bei 35 Euro. Weinflaschen, Pralinen oder Bücher sind also absolut in Ordnung, die Annahme eines Tablet-PCs oder einer teuren Armbanduhr werden viele Beschenkte zunächst mit Ihren Vorgesetzten besprechen müssen. Dies bedeutet für alle Aufwand, das Abwägen von Pro und Contra und eventuell auch die Ablehnung des Geschenks.

 

Um das passende Geschenk für Kunden zu finden, ist es also wichtig, sich im Vorfeld ein paar Gedanken über die Intention und den Empfänger zu machen: Welche Unternehmensphilosophie verfolgt der Sender, welche der Empfänger? In welcher Branche befinden wir uns? Handelt es sich bei Sender und Empfänger um ein konservatives Traditionsunternehmen oder um ein junges Start-Up? Denn ein und dasselbe Geschenk kann alleine durch den persönlichen Hintergrund eine völlig andere Aussage bekommen. Eine kurze Zusammenfassung der steuerlichen Rahmenbedingungen zu Geschenken im Geschäftsleben kann auch im Artikel „Richtig schenken und beschenkt werden – Steuerfallen vermeiden“ nachgelesen werden.